kifas Fachtagung 2026

Ohne Vertrauen ist alles nichts?! Eine Anfrage an die Player im kirchlichen Dienst.


 26. – 27. Oktober 2026   

Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg

Die Fachtagung zum Thema Dienstgemeinschaft für Mitarbeitervertretungen und Führungskräfte in kirchlichen Einrichtungen

Die Fachtagung zum Thema Dienstgemeinschaft für Mitarbeitervertretungen und Führungskräfte in kirchlichen Einrichtungen

Zwei Tage mit Tiefgang und Praxisbezug

Vertrauen ist in beruflichen Kontexten unverzichtbar. Die Fachtagung wird aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Begriff Vertrauen und seine Ausgestaltung in kirchlichen Einrichtungen blicken. Vorträge aus juristischer, theologischer und psychologischer Perspektive, Austauschforen und Workshops – moderierter Diskurs auf Augenhöhe mit konkreten Impulsen.

Was Sie konkret mitnehmen

Wo Beschleunigung und schnelle Ergebnisse den Takt vorgeben, braucht Vertrauen neue Aufmerksamkeit. Die Fachtagung eröffnet Ihnen vertiefte Perspektiven auf diesen Schlüsselbegriff und zeigt, wie Vertrauen in kirchlichen Einrichtungen verstanden, geschützt und gestärkt werden kann. Sie nehmen Orientierung, fachliche Impulse und konkrete Denkanstöße mit – vor allem aber ein geschärftes Verständnis dafür, wie eine Kultur der Dienstgemeinschaft wachsen kann, die nicht nur effizient, sondern menschlich, verlässlich und zukunftsfähig ist.

Netzwerken

Vertrauen wächst im Gespräch, im Zuhören und im ehrlichen Austausch von Erfahrungen. Die Fachtagung eröffnet Raum, um Menschen aus unterschiedlichen kirchlichen Einrichtungen zu begegnen, Perspektiven zu teilen und gemeinsame Fragen weiterzudenken. So entstehen neue Kontakte und tragfähige Verbindungen, die über den Tag hinaus Orientierung geben, Zusammenarbeit stärken und Entwicklung ermöglichen.

Referent*innen

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Kalb

Präsident des kirchlichen Arbeitsgerichtshofs / Bonn

Universität Bonn

Gedanken zum Begriff der vertrauensvollen Zusammenarbeit im kirchlichen Mitarbeitervertretungsrecht - Welche Bedeutung hat „Vertrauen“ für die Rechtsanwendung durch die kirchlichen Arbeitsgerichte?

Prof. Kalb stellt seine Überlegungen und Gedanken zum Begriff der „vertrauensvollen Zusammenarbeit“ im kirchlichen Mitarbeitervertretungsrecht vor

 

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Kalb ist Präsident des kirchlichen Arbeitsgerichtshofs und Honorarprofessor an der Rheinischen Friedrich-Willhelms-Universität in Bonn. Er war Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts Köln und ist Mitglied des Expertengremiums der Fachzeitschrift jM.

Prof. Dr. Dr. Peter Beer

Institute of Antropology (IADC) / Rom

Vertrauen aus theologischer Perspektive - Eine wechselseitige Zu-Mutung in kirchlichen Einrichtungen

Einander zu vertrauen verlangt Mut – besonders in der Arbeitswelt und in der Dienstgemeinschaft. Prof. Beer zeigt in seinem Beitrag, wie theologisches Nachdenken, das vom Gottvertrauen ausgeht, neue Perspektiven für ein gelingendes Miteinander eröffnen kann.

Prof. Beer ist Leiter Forschung und Entwicklung am Institute of Antropology der Päpstlichen Universität Gregoriana. Er lehrt dort Interdisciplinary Studies on Human Dignity and Care. Davor war er neun Jahre Generalvikar der Erzdiözese München und Freising und in diesem Zusammenhang mit unterschiedlichsten Themen rund um das kirchliche Arbeitsrecht befasst.

Prof. Dr. Barbara Thies

Technische Universität Braunschweig

Vertrauen aus psychologischer Perspektive - zum Spannungsfeld von institutionellem und personalem Vertrauen

Prof. Thies beschäftigt sich u.a. mit der These, wonach abnehmendes Vertrauen in Institutionen mit persönlichen Vertrauensinvestitionen aufgefangen werden kann.

 

Prof. Dr. Barbara Thies lehrt am Institut für Pädagogische Psychologie der TU Braunschweig. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Interaktions- und Vertrauensforschung (Vertrauen als Organisationsprinzip) unter besonderer Berücksichtigung von Diversität und in der Verbesserung der Lehramtsausbildung. Darüber hinaus wirkt sie als Ombudsperson für gute wissenschaftliche Praxis und ist Vorsitzende der Ständigen Promotionskommission der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften.

Prof. Dr. Johannes Basch

Professor für Wirtschaftspsychologie

Hochschule Neu-Ulm

Vertrauen als Fundament - Motivation, Beziehung und Arbeitsleistung aus Mitarbeitersicht

Prof. Basch fokussiert auf praktisch-psychologische Überlegungen zum Vertrauen in der Arbeitswelt und wie diese zu einer Erneuerung von Einrichtungskulturen beitragen können

 

Prof. Dr. Johannes Basch lehrt an der Hochschule Neu-Ulm Wirtschaftspsychologie mit den Schwerpunkten Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Kommunikationspsychologie und Konfliktmanagement. Darüber hinaus berät er Unternehmen zu arbeits- und personalpsychologischen Themen und arbeitet als Trainer für Rhetorik und Gesprächsführung.

Programm

Zwei Tage voller Inspiration, Wissen und Netzwerken

Tag 1 – 26. Oktober
10:00
Begrüßung, Tagungsüberblick, Themenaufriss
10:30
Vertrauen aus juristischer Perspektive: Gedanken zum Begriff der vertrauensvollen Zusammenarbeit im kirchlichen Mitarbeitervertretungsrecht Welche Bedeutung hat „Vertrauen“ für die Rechtsanwendung durch die kirchlichen Arbeitsgerichte? Tagungsschwerpunkt mit Prof. Dr. Heinz-Jürgen Kalb
Hauptvortrag
Anschließend Austauschforum zum Vortrag
12:00
Mittagspause
13:30
Vertrauen aus theologischer Perspektive: Eine wechselseitige Zu-Mutung in kirchlichen Einrichtungen Tagungsschwerpunkt mit Prof. Dr. Dr. Peter Beer
Hauptvortrag
Anschließend Austauschforum zum Vortrag
15:00
Pause
15:30
Vertrauen aus psychologischer Perspektive: Zum Spannungsfeld von institutionellem und personalem Vertrauen Tagungsschwerpunkt mit Prof. Dr. Barbara Thies
Hauptvortrag
Anschließend Austauschforum zum Vortrag
17:00
Thematische Vertiefungsgruppen zu den drei Schwerpunkten
Workshop
18:15
Tagesabschluss und Gedanken am Abend
Anschließend Abendessen
20:00
Kultur & Geselligkeit
Tag 2 – 27. Oktober
07:30
Spiritueller Start in den Tag
Allgemein
09:00
Vertrauen als Fundament: Motivation, Beziehung und Arbeitsleistung aus Mitarbeitersicht Tagungsschwerpunkt Prof. Dr. Johannes Basch
Hauptvortrag
Anschließend Austauschforum zum Vortrag
10:30
Pause
11:00
Wege in meine Praxis mit Prof. Basch
Workshop
12:30
Tagungsabschluss
Allgemein
13:00
Mittagsessen

* Programmänderungen vorbehalten. Das vollständige Programm wird laufend aktualisiert.

Anreise und Kontakt

So erreichen Sie das Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg

Tagungsort
Caritas-Pirckheimer-Haus
Königstraße 64
90402 Nürnberg
Tel: 0911/2346-0
www.cph-nuernberg.de
Anreise mit dem Auto

Orientieren Sie sich bitte Richtung Stadtmitte und Hauptbahnhof.

Im CPH-Hof nur Anfahrt, keine Parkmöglichkeit.

Parkhäuser: Sterntor, Hauptbahnhof oder Opernhaus

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Park & Ride Rothenburger Straße, von dort U2 Richtung Hauptbahnhof

Zug-Anreisende benutzen bitte die Fußgänger-Unterführung am Hauptbahnhof Richtung Innenstadt.

Das CPH befindet sich ca. 5 Geh-Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Ihr Ansprechpartner
Peter-Weisser
Peter Weisser

Geschäftsführung / Fachtagungsleitung

kifas gemeinnützige GmbH

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Rückblick auf vergangene Fachtagungen

Rueckblick-Fachtagung-2025
2025

Dimensionen von Dienstgemeinschaft

Betriebswirtschaftliche, theologische und soziale Ideen zur Gestaltung einer besonderen Arbeitskultur

Augsburg

In vier Hauptbeiträgen Beiträgen wurde beleuchtet, wie kirchliche Einrichtungen die Zusammenarbeit zwischen Dienstgeberseite und Mitarbeitervertretungen weiterentwickeln und ihre besondere Arbeitskultur gestalten können.

Den historischen und begrifflichen Hintergrund der Dienstgemeinschaft stellte Dr. Sarah Röser, Kirchenrechtlerin und Caritaswissenschaftlerin, vor. Wenn der als juristisch von den staatlichen Gerichten akzeptierte Begriff „Dienstgemeinschaft“ aktuell lediglich als Rahmenregelung ausgestaltet wird und keine endgültige Festlegung durch die kirchliche Autorität erfährt, dann ergibt sich daraus zwingend der Auftrag, das einrichtungsspezifische kirchliche Profil kooperativ vor Ort auszuhandeln und fortzuschreiben.

Aus der Perspektive eines großen Wohlfahrtsverbandes berichtete Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising, über Herausforderungen und Chancen einer gemeinsamen Verantwortung von Leitung und Mitarbeitenden. Sie vertrat die Auffassung, dass Mitarbeitervertretungen an allen strategischen Managementprozessen teilhaben sollten, weil diese gelebte Transparenz zu Vertrauenssteigerung auf Mitarbeiter- und Dienstgeberseite führen würde.

Theologische Impulse brachte Prof. Dr. Thomas Söding, Seniorprofessor für Katholische Theologie und Vizepräsident des Synodalen Weges, ein. Er stellte die Frage, wie sich der Gedanke der Synodalität mit dem Konzept der Dienstgemeinschaft verbinden lasse. Seine Kernthese war: Wenn die Anerkennung von Würde und Kompetenz der Mitarbeitenden gegeben und Partizipation als Schlüsselelement guter Arbeit anerkannt ist, dann wird dies zu einem permanenten Prozess der Veränderung in den Einrichtungen durch reflektierte Praxis führen. Dies würde wiederum in die gesellschaftlichen Umfelder der jeweiligen Organisation ausstrahlen.

Einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel eröffnete schließlich Dr. Andreas Weber, Biologe und Philosoph aus Berlin, im vierten Hauptvortrag. Er führte die von ihm entwickelte Denkfigur der „Indigenialität“ ein, die auf die Zusammenhänge zwischen Gemeinschaft, Verantwortung, gegenseitigem Geben und Empfangen fokussiert. Wenn demnach ein „Grundwillkommen“ Basis unseres Umgangs miteinander im beruflichen Alltag ist, dann wird der „Dienst am Leben“ zu einem inneren Ordnungsprinzip und Dienstgemeinschaft wird im Kontakt untereinander praktisch erfahrbar.

Rueckblick-Fachtagung-2024
2024

So geht Grundordnung

Eine Chance für Kirche und Caritas

Augsburg

Im Mittelpunkt standen praktische Erfahrungen und erste Umsetzungsansätze der reformierten Grundordnung kirchlicher Einrichtungen.

Bruno Schrage, Theologe aus Köln, stellte in seinem Vortrag die Frage, wie sich kirchliche Identität nach der Reform der Grundordnung weiterentwickeln kann. Er betonte, dass künftig stärker eine Überzeugungs- statt ausschließlich eine Glaubensgemeinschaft im Mittelpunkt stehen müsse.

Christoph Bernhard, Ordinariatsrat aus dem Bistum Dresden-Meißen, zeigte am Beispiel katholischer Schulen in Ostdeutschland, wie kirchliche Einrichtungen in einer säkularen Gesellschaft Profil entwickeln und zugleich gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen können.

Am zweiten Tag wurden in Workshops und Austauschrunden praktische Beispiele für eine neue Unternehmenskultur vorgestellt. Eine Kultur, die auf christlichen Werten, Offenheit und Identifikation basiert, die offen bleibt für Anregungen und gleichzeitig reflexiv neue Identitäten in einer sich wandelnden gesellschaftlichen Realität erschafft. Dabei wurde auf vier ausgewählte Felder fokussiert: „Umweltschutz“, „Inklusion“, „Personalentwicklung“ und „Gesundheitsförderung“.